Sommerferien: 01.08.-12.09.2022
 
 
 

 

 
Öffnungszeiten

 

 
 

 Ferienprogramm 2022

 


FSJ Dienst

 


Samstag 16.07.2022 Nr. 162

Kalte Dusche für Vereine

Corona, Krieg und Gaspreise: In der Krise ist Sport für Millionen Deutsche ein Mittel, um den Kopf freizubekommen. Doch ausgerechnet die Vereine leiden besonders, die Energiekosten fressen Löcher in ihre Kassen. Wie soll das erst im Herbst werden?

Karsten

Ein Drittel des Gasverbrauchs beim TSV Friedberg entfällt auf die Duschen. Rund 50 Menschen nutzen sie täglich. Vereinschef Karsten Weigl ruft zum Energiesparen auf. Foto: Ulrich Wagner

 

Friedberg Es könnte düster werden in der nächsten Saison für die Fußballerinnen und Fußballer des TSV Friedberg. Jetzt am Abend läuft das Training auf dem Rasenplatz gleich neben der Vierfachturnhalle am Stadtrand. „Wir überlegen, die Flutlichter weniger hell einzustellen, wenn die Energiepreise weiter so steigen“, sagt Karsten Weigl, Vorsitzender des TSV mit seinen 3500 Mitgliedern. Die Beleuchtung für den Sportplatz, die überdimensionalen Straßenlaternen gleicht, ist ein Energiefresser. Sie frisst Löcher in die Vereinskasse. Zurzeit sind es besonders große Löcher. Gleich ist Jahreshauptversammlung hier in Friedberg bei Augsburg, der Parkplatz und die Fahrradständer vor der Halle füllen sich. Weigl wird später auch über den Mitgliedsbeitrag reden müssen. Zwölf Euro monatlich für Erwachsene, 7,50 Euro für Kinder: Seit zwölf Jahren hat sich daran nichts geändert. An den Energiepreisen jedoch schon. „In fünf Jahren haben sie sich um 20 Prozent erhöht“, sagt Weigl. „Aber wenn ich die Mitgliedsbeiträge erhöhe, habe ich eine Austrittsquote von fünf bis zehn Prozent. Den Menschen fehlt das Geld im alltäglichen Leben ja genauso wie uns als Verein.“ Weigl ist keiner, der schnell in Panik verfällt, vielleicht bringt er die Ruhe und Bedachtsamkeit aus seinem Hauptberuf als Schulleiter mit. „Wir wollen den Betrieb so lange wie möglich aufrechterhalten“, sagt er. „Doch das wird angesichts der Strom- und Gasrechnungen ohne finanzielle Unterstützung vom Staat irgendwann nicht mehr machbar sein.“ Die Sparkur für die Flutlichtanlage auf dem Rasenplatz des TSV Friedberg steht buchstäblich dafür, dass es für Vereine, für Familien, einfach für jede und jeden im Herbst und Winter ungemütlich werden könnte. Wie sich die Gas- und Ölpreise entwickeln werden? Jeder weiß, dass das keiner weiß.

Der Lichtschalter in der Halle bleibt jetzt tabu

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hatte lange betont, Privatpersonen seien die Letzten, die von Energiesparplänen der Regierung betroffen sein werden, sollte Russlands Präsident Wladimir Putin den Gashahn zudrehen. Kürzlich klang der Grünen-Minister dann schon anders, als er die priorisierte Versorgung privater Haushalte infrage stellte. Auch Verbraucherinnen und Verbraucher müssten zum Energiesparen „ihren Anteil leisten“, sagte er. So könnten die Vorgaben zur Temperatur in Innenräumen gesenkt werden, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium in Berlin. Inwieweit die Energiekrise im Herbst Sportvereine lähmen könnte, war bislang in Politik und Öffentlichkeit kein großes Thema. Als Karsten Weigl in Friedberg die Tür zu einer der Sporthallen öffnet, wandert seine Hand nicht automatisch zum Lichtschalter. „Wir haben die Abteilungen angewiesen, die Lichter wenn möglich aus zulassen“, sagt er. Noch geht das, draußen ist es lange hell. Über den Basketballkorb und die bunten Linien auf dem typisch blauen Hallenboden legen sich an diesem Juliabend um 19 Uhr aber bereits erste Schatten. Man merkt es gar nicht, doch seit Februar haben die TSV-Verantwort-lichen die Temperatur in ihren Hallen um zwei bis drei Grad gesenkt. „Energiesparen ist bei uns schon seit Jahren ein Thema, der Krieg in der Ukraine hat es noch verstärkt.“ Das Herz der Stromversorgung liegt im Keller, in einem Flur mit Bildern der Meisterteams aus dem vergangenen Jahrzehnt. Die Rohre strahlen Hitze ab, wie Arterien verlaufen sie in den Rest des Gebäudes. Das Herz schlägt, das Gas fließt – anders als bei der Pipeline Nord Stream 1 aus Russland, die seit Tagen gewartet wird. Die Menge an Gas, die die Kriegsnation nach den Arbeiten durchlassen wird – sie wird sich auswirken bis hierher in den fast fensterlosen Keller. „Das könnte im Herbst der erste Schritt sein“, prognostiziert Karsten Weigl, „dass wir sagen: Die Duschen werden nicht mehr geheizt.“ Täglich waschen sich hier rund 50 Sportlerinnen und Sportler den Schweiß des Trainings vom Körper. In den Umkleiden appellieren laminierte Schilder an sie: „Bitte Energie sparen! Kälter und kürzer duschen.“ Sollte Russland seine Gaslieferungen einstellen, befürchtet Grünen-Minister Habeck eine Preisexplosion bei den Stadtwerken. Die Bundesnetzagentur, die den Markt für Elektrizität und Gas ständig im Blick behält, warnt ebenfalls vor höheren Abschlagszahlungen. Kommt kein Gas aus dem Osten, drohe eine Verdreifachung der Preise, heißt es. Weigl duscht deswegen unter einer solarbetriebenen Dusche in seinem Garten. In der Umkleide seines Vereins trudeln nun nach und nach die Mitglieder vom „Jedermannturnen“ ein. Ernst Kratzenberger gehört seit vielen Jahren dazu. „Ich hätte nie gedacht, dass sich die Politik noch einmal so sehr auf mein Leben auswirkt“, sagt der 80-Jährige, der nach Jahrzehnten als Sportler keinen Tag älter aussieht als 74. „Natürlich mache ich mir Sorgen, wie es im Winter wird.“ Zu Hause, sagt er, fange er an zu sparen. „Die Heizung bleibt aus, den Kühlschrank haben wir auch zurückgedreht.“ Geschichten wie die eines Rentners aus Sachsen, die deutschlandweit die Runde machte und in sozialen Medien empört diskutiert wurde, verunsichern zusätzlich. Der 95-jährige Heinz Mattner hatte der Bild-Zeitung davon berichtet, dass in seiner Wohnanlage warmes Wasser bloß noch von 5 bis 22 Uhr laufe. Mattner lebt in einer Genossenschaftswohnung in Dippoldiswalde, mit den Rationierungen will die Hausverwaltung Mehrkosten abfangen. Die Heizung wird bis September komplett abgeschaltet. Der Rentner fühlt sich an die furchtbarsten Zeiten seines Lebens erinnert. „So schlimm war es nur nach dem Zweiten Weltkrieg“, sagt er. „Was sollen Schichtarbeiter machen, die nachts von der Arbeit kommen?“ Aus Bayern hört man bislang keine derartige Geschichte. Dennoch arbeitet etwa die Wohnbaugruppe Augsburg, einer der größten Verwalter von Genossenschaftswohnungen in Schwaben, an einem Notfallplan für den Herbst, der „zur zeitweiligen oder dauerhaften Absenkung der Raumtemperatur in den Wohnungen führen“ könne, erklärt man auf Anfrage. Eine Ahnung vom in diesem Jahr vielleicht besonders grauen Herbst und Winter bekommen die Menschen in Deutschland dabei nicht nur durch die Nachrichten aus der Politik, sondern zum Teil auch, wenn sie durch die Straßen ihrer Heimatstädte gehen. In Augsburg greift bereits ein Notfallplan zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Die Fassaden an historischen Bauten wie dem Rathaus und dem Dom erstrahlen abends nicht mehr im Scheinwerferlicht, die Brunnen – immerhin ein bekannter Teil des Unesco-Welterbes – sprudeln bloß noch zu eingeschränkten Zeiten. Wer schwimmen geht, muss sich teils auf zwei Grad kälteres Wasser einstellen. Mittelfristig will die Stadt eigenen Strom durch Photovoltaikanlagen erzeugen und bei der Beleuchtung auf LED umstellen. In Bad Tölz werden Ferienkurse im Eisstadion abgesagt, in Grafrath im Kreis Fürstenfeldbruck kann die Turnhalle nicht wie gewohnt genutzt werden, weil sich die Gemeinde das Geld für die Beleuchtung spart. Gerade jetzt bräuchten die Menschen aber ihre Vereine, sagt Jörg Ammon, Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbands (BLSV) – und so fließen die energiepolitischen Sorgen von Funktionären und Privatpersonen eben zusammen. „Wir appellieren an die Politik, davon abzusehen, jetzt schon in vorauseilendem Gehorsam kommunale Schwimmbäder und andere Sportstätten zu schließen“, sagt der BLSV-Präsident. „Das ist sicher nicht die richtige Antwort auf die Energiekrise. Die Menschen brauchen ihre Vereine und ihre Sportstätten, nach der Pandemie mehr denn je.“ Ammon ist sich wohl bewusst, dass die steigenden Energiekosten manche Vereine in eine prekäre Lage stürzen können. „Die Politik muss die bayerischen Vereine jetzt weiter finanziell unterstützen. Wir befinden uns dafür seit einigen

Sportler fordern Unterstützung von der Regierung

Wochen schon in intensiven Gesprächen mit dem Innen- und dem Wirtschaftsministerium. Sportvereine sind gemeinnützig, sie gehören den Menschen vor Ort – und deshalb sind die öffentlichen Gelder dort auch sinnvoll investiert.“ Ammon ist zuversichtlich, dass die Staatsregierung das erkennen wird – so wie in der Corona-Krise, als sie die Vereinspauschale kurzfristig verdoppelte. Gleichzeitig empfiehlt der BLSV seinen Vereinen, die Mitgliedsbeiträge anzupassen und die steigenden Energiepreise dabei zu bedenken. Der TSV-Vorsitzende Karsten Weigl in Friedberg hat seinen Rundgang über das Trainingsgelände beendet. Auch er setzt auf den Notfallplan seines Vereins und auf Gelder von der Politik. „Meine Hoffnung ist momentan noch sehr viel größer als die Sorge“, sagt der 48-Jährige zum Schluss. Das muss er nur noch seinen Mitgliedern vermitteln.  

 

  


15.03.22

220221 mehrgeben TSV1862Friedberg Ihr

Hallo TSV Sportler,

Den TSV 1862 Friedberg könnt Ihr jetzt noch einfacher unterstützen: einfach spenden auf www.mehrgeben.de.
Auf der neuen Spendenplattform der @stadtsparkasse.augsburg (Instagram) / @Stadtsparkasse Augsburg (Facebook) sammeln wir für die Instandsetzung unserer Tribünen.

Spenden ist ganz einfach: Wählt unser Projekt unter https://www.mehrgeben.de/project/instandsetzung-der-tribuenen-in-den-vereinseigenen-sporthallen/ und unterstützt uns mit wenigen Klicks. Jeder Euro zählt!

Wir sagen jetzt schon Danke für Eure Hilfe – für den Sport vor Ort!

#TSV1862Friedberg #Tribünen #sportinfriedberg #friedberg #mehrgeben #regional #sska

Vielen Dank!

17. 09. 18
Zugriffe: 15300

 

Leichtatletik

Bei den Bayerische Meisterschaften der Altersklassen U23 und U16 in Kitzingen stellten sich zwei Athleten des TSV Friedberg der Konkurrenz.

Laurin Dittfurth (M15) ging in drei Disziplinen an den Start. Über 80 Meter Hürden erreichte er eine Zeit von 12,15 Sekunden. Leider verpasste er damit knapp den Finaleinzug. Im Hochsprung wurde er mit einer neue persönliche Bestleistung von 1,66 Metern Siebter. Die gleiche Platzierung erreichte er im Weitsprung mit 5,93 Metern. Zweimal gelang ihm in diesem Wettkampf sogar der Satz über die sechs Meter, jedoch waren beide Sprünge im Absprungbereich knapp übertreten und somit ungültig.

Jana Gerstner (Juniorinnen U23) erreichte im 100 Meter Vorlauf 13,94 Sekunden. Über die doppelte Sprintdistanz erzielte sie neue persönliche Bestleistung von 28,27 Sekunden.

Foto:

Leicht 2022 07 31 13 37 15

PHOTO-2022-07-31-13-37-15: Laurin Dittfurth (rotes Trikot)

17. 06. 02
Zugriffe: 15278

TSV Friedberg Fußball

Fußball-Kreisliga

AZ01.08.22

Friedberg und Rinnenthal drehen auf: Aichach hadert, Pöttmes verliert

 

Während der SC Oberbernbach (weiße Trikots) um Torhüter Aykut Altuntas (rechts) nach dem 0:3 frustriert sind, dreht Torschütze Sebastian Kempf vom TSV Friedberg zum Jubeln ab. Das 3:0 war die Entscheidung in der Partie.
Foto: Sebastian Richly

 

Der TSV Friedberg gewinnt dank eines Doppelschlags. Dasing verspielt eine 2:0-Führung. Zell und BCR feiern Siege. Das Duell der Torjäger geht an Simonovic.

Dank eines 3:1-Erfolgs gegen den SC Oberbernbach fierte der TSV Friedberg den zweiten Sieg im zweiten Spiel und verteidigt Platz zwei. Zell holt im Landkreisderby den ersten Dreier. Dasing gibt 2:0-Führung aus der Hand. Das Duell der Torjäger geht an Peterdorfs Stefan Simonovic. Für den BC Aichach reicht es trotz drei Toren nicht zum Sieg.

17. 06. 02
Zugriffe: 15203

Er prägte den TSV-Friedberg

AZ 18.07.22

Jürgen Grötsch arbeitete viele Jahre im Vorstand und gestaltete das Vereinsleben maßgeblich mit. Er kümmerte sich um die Hallentechnik und organisiert die Kinderturnschau, Warum?

Von Mim Pinnow

Landkreis Aichach-Friedberg

Gerade durch die Pandemie verändert sich das Ehrenamt. stetig. Der Trend geht immer mehr zu zeitlich begrenztem und freiem Engagement, das klassische ehrenamtliche Arbeiten im Verein verliert an Popularität. Doch Engagement im Verein zahlt sich aus: Die Gemeinschaft und Dankbarkeit ist hier besonders groß.

Ein Paradebeispiel für ehrenamtliches Arbeiten in der Region ist Jürgen Grötsch. 1S Jahre lang war der heute 61 jährige im Vorstand des TSV Friedberg, rief im Jahr 2003 die Tanzabteilung ins Leben, organisierte lange die jährliche Kinderturnschauen, war Kassier der Turnabteilung und kümmerte sich als Haustechniker um die Hallentechnik. All diese Tätigkeit übte Grötsch neben seinem eigentlichen Beruf aus. Was bewegte ihn dazu?               

Angefangen beim TSV habe ich irgendwann in grauer Vorzeit, so in den 90 Jahren, erzählt er. In seine vielen Aufgaben rutschte er einfach hinein .Durch seinen früheren Job in der Leitwarte der Universität Augsburg konnte Grötsch „einfach mit so Technik- Zeug umgehen" und wurde ehrenamtlicher Hallentechniker. Insgesamt engagierte Grötsch sich rund 30 Jahre lang beim TSV Friedberg. Dort prägte er das Leben unzähliger Kinder und arbeitete stets an der Verbesserung des Vereinslebens. Die Kinder waren die größte Motivation, sich ehrenamtlich im Verein zu engagieren, berichtet er. Denn gefunden habe er zum TSV über den „üblichen" Weg: das Kinderturnen

Jürgen bild

Jürgen Grötsch-prägte viele Jahre den TSV Friedberg. 15 Jahre lang war der heute 61-Jährige im Vorstand des Vereins. Foto: Karsten Weigl

Grötsch berührte die Begeisterung der Kinder, wenn sie den Eltern etwas Gelerntes zeigten. Es faszinierte ihn, dass sein Verein Kindern einen Ort bietet, an dem sie etwas lernen und sie sich willkommen und gesehen fühlen. Diese Gemeinschaft trieb ihn an: „Natürlich war meine Arbeit im Verein auch oft stressig, doch für die Kinder stelle ich gerne den Stress an zweite Stelle.“ Auch seine Frau, die inzwischen verstorben ist, war lange Turnerin im TSV. Ihr bedeutete der Verein viel, weshalb Grötsch auch nach ihrem Tod dort weitermachte und sich engagierte. „Diese: Zeit war hart aber ich war im Verein nicht allein." Durch all die Unterstützung fühlte er sich bestätigt, das Richtige zu tun. „Es ist einfach, schön, in einem Verein zu sein. Das Menschliche ist hier an der Tagesordnung."

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.