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17. 11. 03
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Der Friedberger Triathlet Daniel Braun hat sich den Lebenstraum jedes Triathleten erfüllt – die Qualifikation für den Ironman Hawaii 2018!

Nachdem für den Friedberger Spitzentriathleten Daniel Braun die Saison mit einem glänzenden 11. Gesamtplatz beim Half-Ironman Kraichgau noch hervorragend begann, musste er einige Wochen später eine seiner schwersten „Niederlagen“ einstecken. Geschwächt durch einen Infekt war er schweren Herzens beim Ironman Nizza gezwungen auf halber Strecke aufzugeben. Ein Weiterfahren hätte die Gesundheit ernsthaft gefährdet und so war dies die einzig sinnvolle Entscheidung.

Wenn man weiß wie viel der zweifache Familienvater in seinen Lieblingssport investiert, dem ist klar wie hart ihn diese Aufgabe traf. Aber Braun konnte sich nochmals aufraffen und stand bereits letzten Samstag wieder top motiviert beim Ironman Barcelona mit über 2000 anderen Sportlern an der Startlinie. Doch selbst für einen Top-Athleten wie Daniel ist die Qualifikation für den Ironman auf Hawaii ein schwieriges Unterfangen. Nur die besten Athleten jeder Altersklasse qualifizieren sich für die begehrten Startplätze. Dieses Jahr beispielsweise waren es nur die besten 4 von über 329 Startern.

Das Schwimmen war bisher immer die schwächste Disziplin bei Daniel Braun. Mit bis zu 23 KM pro Woche hatte der Friedberger sehr hart an dieser Disziplin gearbeitet und ging entsprechend optimistisch und motiviert zur Sache. Allerdings musste er bereits auf den ersten 1000 Metern der 3,8 KM langen Schwimmstrecke feststellen, dass er noch nicht mit den schnellsten Schwimmern im Feld mithalten kann und wurde anfänglich etwas nach hinten „durchgereicht“. Dennoch war er in der Lage sein Tempo konstant hoch zu halten und kam schlussendlich nach 59 Minuten als 34. seiner Altersklasse aus dem Wasser.

Nun begann die große Aufholjagd. Die Radstrecke in Barcelona, bzw. genauer gesagt in Callela, ist flach und richtig schnell. Es mussten 2 Runden à 90 KM absolviert werden. Daniel Braun war nun in seinem Element und überholte Athlet für Athlet. Leider bedeuten flache Strecken auch immer eine Verschärfung der Windschattenproblematik. Und so musste der Friedberger Triathlet bald an ganzen Gruppen von Athleten vorbeifahren, die verbotenerweise in weit weniger als den vorgeschriebenen 10 Metern Abstand hintereinander her fuhren. Da er diesen Sportlern keine Möglichkeit geben wollte sich an seinen Hinterreifen zu heften, fuhr Braun mit einer gehörigen Wut im Bauch zu einer neuen Radbestzeit von 4:33 Std. Dies entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 KM/H und dem 4. Platz in seiner Altersklasse!

Nun konnte er für den abschließenden Marathon in seine „geliebten“ Laufschuhe wechseln. An sehr guten Tagen ist Daniel in der Lage die abschließenden 42,2 KM in unter 3 Stunden zu absolvieren. Im Feld der Altersklasseathleten gibt es wenige Sportler, die schneller sind. In Barcelona jedoch merkte er von Beginn an, dass es kein Geschenk werden würde diesen Marathon zu laufen. Nachdem ihm von seiner Frau Tina zugerufen wurde, dass er im Moment „nur“ auf dem 3. Rang seiner Altersklasse lag, ging der Friedberger Triathlet volles Risiko und lief die ersten 10 KM unter 40 Minuten und den ersten Halbmarathon in 1:26 Std. an. Für normale Hobbyläufer sind diese Zeiten schon unerreichbar, allerdings ohne zuvor geschwommen und Rad gefahren zu sein.

Und auch der zweifache Familienvater musste nun hart kämpfen um sein Tempo noch konstant hoch zu halten und es machten sich ernsthafte Probleme mit der Muskulatur bemerkbar. Doch Braun biss nochmals auf die Zähne und brachte auch den Marathon mit seiner mittlerweile gewonnenen Routine sicher nach 3:02 Std. zu einem hervorragenden Ende.

Die Uhr zeigte schließlich eine Endzeit von 8:42 Std. Dies bedeutete nicht nur eine neue persönliche Bestzeit, den 20. Gesamtplatz von über 2000 Athleten, sondern als Krönung auch noch die Qualifikation für die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii 2018. Da konnte Daniel es auch gut verschmerzen, dass er in seiner Altersklasse mit nur 3 Minuten Rückstand auf den Sieger den 2. Platz belegte.

Nun folgt für ihn erst einmal eine mehr oder weniger sportfreie Zeit, die er sicherlich mit seiner Familie genießen wird. Denn auch für einen Athleten, der so professionell seinen Sport betreibt, ist es wichtig Körper und Geist mindestens einmal im Jahr eine längere Auszeit zu gewähren.

Triathlon Braun 20008

Daniel Braun qualifizierte sich beim Ironman in Barcelona für die Weltmeisterschaft auf Hawaii

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17. 11. 03
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Am 11.06.2017 stellten sich fünf Friedberger Triathleten bei besten Wetter- und Wasserverhältnissen dem zum 8. Mal in Folge ausgetragenen Schwimmevent über 1000 bzw. 4000 m auf der Olympia-Regattastrecke in Oberschleißheim.

Neben der Überprüfung der aktuellen Form nach den vielen Trainingseinheiten im Hallenbad während der vergangenen acht Monate, war dieser Wettkampf zum einen ein wichtiger Baustein für bevorstehende Triathlon-Wettkämpfe, zum anderen - nach dem Motto "Dabeisein ist alles" - eine gerne praktizierte, jährlich wiederkehrende sportliche Herausforderung.

Jens Bley (Jg. 1975), Neuzugang während der laufenden Saison bei den Friedbergern, startete um 11 Uhr auf der 1000 m-Strecke, und bewies mit einer Zeit von 15:20 Minuten seine jetzt schon hervorragende Form über diese Distanz. Er gewann damit seine Altersklasse (M40) und belegte im 62 Teilnehmer umfassenden Gesamtfeld den 9. Platz.

Um 11:05 Uhr wurde das mit 365 Athleten starke Hauptfeld auf die 4000 Meter-Strecke geschickt. Wie bei einem Massenstart üblich, bestand zumindest auf den ersten 1500 Metern die größte Schwierigkeit darin, sich beim "Hauen und Stechen" durchzusetzen und freizuschwimmen.

Willi Drescher, der 67jährige Senior der Friedberger Dreikämpfer, nahm bereits zum 7. Male an dieser Veranstaltung teil und nutzte seine taktische Erfahrung vor Ort, um möglichst schnell in einen gleichmäßigen Schwimm-Rhythmus zu kommen - den er letztlich auch bis in das Ziel beibehalten konnte. Mit einer Verbesserung von über 1,5 Minuten gegenüber 2016 sicherte er sich in der Zeit von 1:09:18 Stunden den 3. Rang in der Altersklasse 60 und belegte im Gesamtfeld den 158. Rang.

Als nächster Friedberger erreichte Heiko Fröhlich (Jg. 1969) in der Zeit von 1:17:21 Stunden das Ziel und belegte damit den 55. Rang in der AK 40 (Gesamt 268.).

Ihm folgte die einzige Dame und Jüngste des heimischen Teams, Anja Voit (Jg. 1988), die sich ebenfalls gegenüber dem Vorjahr verbessern konnte und mit 1:24:15 Minuten finishte. Voit wurde 23. in der AK WU 30 (Gesamt 304.). Auch sie hatte sich schon seit mehreren Jahren dem kräftezehrenden Ausdauerereignis in Oberschleißheim gestellt.

Klaus-Dieter Raabe (Jg. 1962) vervollständigte die Friedberger Mannschaft. Mit der Zeit von 1:29:29 Stunden sicherte er sich den 58. Rang der AK 50 (Gesamt 325.) und konnte damit noch viele Wettkämpfer hinter sich lassen.

Bild zum Pressebericht Oberschleißheim

Willi Drescher und Jens Bley (von links)

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17. 11. 03
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Eine neue Herausforderung stellte für den Friedberger Triathleten Willi Drescher die Teilnahme am Radmarathon rund um Rosenheim dar. Unter mehreren möglichen Teilstrecken wählte er die 173 Kilometer lange Rundfahrt, die von Rosenheim aus über Rott am Inn im Norden nach Frasdorf, Sachrang und Oberaudorf im Süden und wieder zurück nach Rosenheim führte. Es galt dabei, ca. 1350 Höhenmeter zu überwinden.

Beim Start am Morgen um 7 Uhr zeigte das Thermometer milde 20°C. Eventuell sollte es um die Mittagszeit kurz leichten Sprühregen geben - Drescher entschied sich daher für die Mitnahme einer leichten Regenjacke. Da entsprechende Rundfahrten offiziell nicht als Radrennen deklariert werden, fand die Veranstaltung auch unter normalen Verkehrsbedingungen statt, was für die Fahrer(innen) u.a. auch das Stehenbleiben vor roten Ampeln bedeutete.

Gegen die Vorhersage fing es bereits nach 45 Minuten an zu regnen - und das sollte für die nächsten 6 Stunden auch so bleiben. Viele Gruppen und Einzelfahrer(innen) änderten daher schon nach 93 Kilometern, bei der 2. Kontroll- und Verpflegungsstation in Frasdorf, ihre Pläne und fuhren zurück nach Rosenheim. Im oberen Priental, zwischen Aschheim und Sachrang, sank dir Temperatur auf 13°C bei inzwischen sehr starkem Regen. Gegen die Kälte half nur sehr schnelles Fahren.

Drescher war meist auf sich allein gestellt. Trotz mehrerer 100 Fahrer(innen) - der Veranstalter sprach sogar von über 1000 Startern - wurde er nur von wenigen überholt und er selbst schloss vorübergehend auch nur auf einzelne auf. An den Kontrollstellen hielt er sich nur kurz auf, um nicht auszukühlen. Problematisch und technisch anspruchsvoll war die ca. 6 Kilometer lange, kurvenreiche Abfahrt von Sachrang in das Inntal hinunter, die nasse Straße und der extrem dichte Verkehr erforderten daher höchste Konzentration.

Wegen eines Murenabgangs hatte man die folgende Strecke nach Samerberg, dem letzten bedeutenden Anstieg, auf einen steilen Waldweg mit einer Steigung von 14% verlegen müssen, der dem Triathleten die letzten Kraftreserven abverlangte. Die letzten 20 Kilometer aus den Bergen heraus zurück nach Rosenheim waren leicht abschüssig und daher schnell zurückgelegt. Mit dem Erreichen des Ziels wurde es trocken und die Sonne zeigte sich wieder.

Trotz starker sandiger Verschmutzung und öliger Nässe überwog zum Schluss die Genugtuung, es geschafft zu haben, auch wenn die von der Rosenheimer Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer angekündigten "...unvergesslichen Momente in unserer wunderschönen Natur..." sprichwörtlich in´s Wasser gefallen waren!

Bild 1 zum Pressebericht Radmarathon Rosenheim

Bild 2 zum Pressebericht Radmarathon Rosenheim

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17. 07. 24
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Die Ausrichter der beiden größten Triathlon-Veranstaltungen in Frankfurt und Roth machten es dem interessiertem Publikum und den Athleten dieses Jahr leider nicht einfach, denn beide Rennen, sowohl die Challenge Roth als auch der Ironman Europe fanden am gleichen Tag, dem 09.07.2017, statt. Und so entschieden sich Anja Voit und Herbert Strigl im Frankenland und Jürgen Lechner und Jochen Knorz in der Bankenmetropole am Main zu starten. Alle vier Sportler sind bereits erfahrene Triathleten, die einige Wettkämpfe über die „magischen“ Distanzen von 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42km laufen erfolgreich absolviert haben.

Die Challenge Roth gilt als das größte Triathlon Spektakel der Welt mit geschätzten 250.000 Zuschauern entlang der Strecke, die die rund 5000 Sportler enthusiastisch anfeuern. Anja Voit verließ nach 1:25 Std. und Herbert Strigl nach 1:16 Std. den aufgestauten Main-Donau-Kanal, um die malerische 90 Kilometer lange Radstrecke unter die Reifen zu nehmen. Obwohl das Wetter nun langsam wärmer wurde, und der Wind zusehends auffrischte, konnten beide Wettstreiter auch diesen Part sehr gut in 6:20 Std. für Voit und 5:28 Std. für Strigl absolvieren. Für Strigl bedeutete dies sogar eine neue Bestzeit.

Abschließend war nun noch ein Marathon zu absolvieren. Die Veranstalter in Roth überraschten die Sportler mit einer neuen, durchaus anspruchsvollen Laufstrecke, die in der Ortschaft Büchenbach einige, doch längere Anstiege aufwies und den Sportlern nochmals alles abverlangte. Doch die Friedberger Triathleten bewiesen auch hier Durchhaltevermögen und konnten Ihre Rennen erfolgreich beenden. Für Anja Voit stand bei ihrem vierten erfolgreichen Finish in Roth in Folge eine Endzeit von 13:49 Std. auf der Uhr. Herbert Strigl erreichte mit 11:13 Std. eine neue persönliche Bestzeit, die fast 30 Minuten schneller war als seine bisherige Bestmarke! Gewonnen wurde das Rennen bei den Damen wie erwartet von Weltmeisterin Daniela Ryf. Bei den Herren gestaltete sich der Wettkampf spannender und der Belgier Bart Aernouts konnte das Rennen letztendlich im Marathon für sich entscheiden.

Der Ironman in Frankfurt ist gleichzeitig die Europameisterschaft der weltweit ausgetragenen Ironman-Rennserie und gilt als eines der bestbesetzten Rennen im Triathlonzirkus. Bei den Herren waren allein drei der fünf bestplatzierten Profis der letztjährigen Weltmeisterschaft auf Hawaii am Start. So stiegen Jürgen Lechner und Jochen Knorz hochmotiviert in den Langener Waldsee um den längsten Tag des Jahres in Angriff zu nehmen. Nach 1:11 Std. bzw. 1:08 Std. konnten beide diesen Part bereits wieder beenden und sich auf die Radstrecke rund um Frankfurt begeben. Diese ist trotz Kopfsteinpflasterpassagen, einigen Steigungen, diesjähriger Hitze und auffrischendem Wind als eher leicht zu bezeichnen. So konnte vor allem Jürgen Lechner hier ordentlich aufdrehen und diesen Part in 5:05 Std. mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 35 Km/h und neuer Bestzeit beenden. Jochen Knorz ging diesen Part etwas defensiver an und kam noch relativ „locker“ nach 5:49 Std. in die Wechselzone in der Frankfurter Innenstadt.

Auf klarem Kurs zu einer neuen Gesamtbestzeit musste Jürgen Lechner zu seinem Schrecken erkennen, dass sein Wechselbeutel mit den Laufschuhen und seiner Laufbekleidung in der Wechselzone leider nicht auffindbar war. Er selbst kam auf die Idee sich seine Straßenschuhe bringen zu lassen und startete nach einer schier endlosen Wechselzeit von 24 Minuten in den abschließenden Lauf. Aufgrund dieses Fauxpas des Veranstalters musste Lechner nun mit ungeeigneten, eigentlich mindestens eine Nummer zu kleinen, Schuhen den Kampf gegen die Uhr aufnehmen.

Doch trotz dieses Rückschlages absolvierte er den Marathon in der unter diesen Umständen erstaunlichen Zeit von 4:20 Std und konnte das Rennen in 11:08 Std. erfolgreich beenden. Knorz hatte in der zweiten Hälfte des Marathons stark mit den Temperaturen von über 30 Grad im Schatten zu kämpfen und musste hart um sein 11. Finish bei einem Langdistanztriathlon kämpfen, das er dann aber in 12:12 Std. überglücklich erreichte. Gewonnen wurde das Rennen von der Australierin Sarah Crowley bei den Damen und Vorjahressieger Sebastian Kienle bei den Männern.

Bild zum Pressebericht Frankfurt und Rothc

Jürgen Lechner in Frankfurt

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17. 11. 03
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Daniel Braun ist nicht erst seit seinem letztjährigen 15. Platz bei der Challenge Roth einer der besten Amateure bzw. Altersklassentriathleten im Triathlon-Rennzirkus. Und dies stellte er beim diesjährigen Ironman 70.3 Kraichgau über die halbe Ironman-Distanz von 1,9 KM Schwimmen, 90 KM Radfahren und 21 KM Laufen mit dem 11. Gesamtplatz bei 2292 Teilnehmern erneut eindrucksvoll unter Beweis.

Dabei waren seine Erwartungen an diesen Wettkampf gar nicht so hoch, da sein Trainer ihm zur „Vorbelastung“ bereits einige harte und umfangreiche Trainingseinheiten direkt in den Tagen vor dieser Halbdistanz aufgetragen hatte.

Doch bereits beim Schwimmen, das er mit einer persönlichen Bestzeit von 29:16 Min. absolvieren konnte, stellte sich ein „gutes Gefühl“ ein und die Voraussetzungen für ein hervorragendes Resultat waren somit geschaffen. Offensichtlich zahlt sich sein Fleiß mit 4 Schwimmeinheiten pro Woche (!) letztendlich doch aus.

Das Radfahren ist traditionell eine Stärke von Daniel Braun und so machten ihm die über 1000 Höhenmeter im „Land der 1000 Hügel“ auch eher Freude, als dass sie ihm Respekt einflössen könnten. Bei durchschnittlich 285 Watt Tretleistung hatte er sogar noch die Muße die „traumhaft schöne Landschaft“ zu genießen. Am Ende sprang eine hervorragende Radzeit von 2:24 Std. für ihn heraus.

Doch auch der abschließende Halbmarathon hatte es bei heißem Sommerwetter mit Temperaturen von über 30 Grad in sich. Immerhin 130 Höhenmeter mussten auf der selektiven Laufstrecke mit vielen engen Kurven und unterschiedlichen Untergründen überwunden werden. Braun mobilisierte nun die letzten Kräfte, nutze die dargereichten Getränke an den Verpflegungsstellen entsprechend ausgiebig, und schaffte auch hier mit 1:23 Std. eine der schnellsten Zeiten im Feld.

Neben dem intensivierten Schwimmtraining zahlte sich hierbei seine zweite Trainingsveränderung bzw. -erneuerung, nämlich begleitendes Mentaltraining aus. Unter professioneller Anleitung werden mögliche Extremsituationen im Wettkampf vorab durchgespielt, sodass der Athlet darauf vorbereitet Löcher diese Herausforderungen noch besser meistern kann.

Als Daniel Braun dann, aus seinem „Wettkampftunnel“ erwacht, im Ziel feststellte, dass bisher nur sehr wenige Athleten vor ihm eingetroffen waren, wurde ihm langsam klar wie gut es für ihn gelaufen war. Seine Endzeit von 4:21 Std. reichte schlussendlich zum 2. Platz in seiner Altersklasse und dem 11. Gesamtplatz. Dabei hatte er den Sieg in seiner Altersklasse sogar nur um winzige 22 Sekunden verpasst.

Mit diesem Resultat im Rücken geht Braun nun die letzten Wochen vor seinem Hauptwettkampf am 23.07.16 beim Ironman France in Nizza an. Bei diesem Wettkampf möchte er sich dann für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii qualifizieren. Auch hier wird wieder eine hervorragende Performance gegen die starke internationale Konkurrenz von Nöten sein, um sich einen der raren und heiß begehrten Plätze sichern zu können.

Bild zum Pressebericht Ironman 70.3 Kraichgau

Daniel Braun mit seinem Sohn Benno nach der Siegerehrung

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17. 06. 12
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Der Ironman 70.3 Triathlon im niederösterreichischen St. Pölten gehört aufgrund der tollen Organisation und der wunderschönen Streckenführung sicherlich zu den absoluten Highlights des weltweiten Rennkalenders auf der halben Ironman-Distanz.

Bei der diesjährigen 11. Auflage standen 2500 Athleten am Start, unter ihnen auch, bereits zum 4. Mal in Folge, Herbert Strigl vom TSV Friedberg. Sie alle hatten heuer neben der Herausforderung von 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen auch mit den ungünstigen Wetterbedingungen zu kämpfen. Bei strömenden Regen und kühlen Temperaturen um 12 Grad fiel der Startschuss für die Auftaktdisziplin, die wie üblich in 2 verschiedenen Seen mit einem ca. 250 m langen Landgang dazwischen zu absolvieren war.

Herbert Strigl verließ, nicht ganz zufrieden mit seiner Schwimmzeit, nach 40:52 Minuten das Wasser und wechselte bei weiter anhaltendem Regen auf die Radstrecke. Diese verläuft zunächst über ein extra für den Event gesperrtes Teilstück der Autobahn S33 und anschließend durch die wunderschöne Landschaft der Wachau. Mit zwei längeren und einigen kürzeren Anstiegen hat es die Radstrecke durchaus in sich, kommen doch insgesamt ca. 1000 Höhenmeter zusammen, die es zu überwinden gilt.

Herbert Strigl, der kühlere Temperaturen bevorzugt, kam mit den Bedingungen gut zurecht und absolvierte den Radkurs trotz teilweise auffrischendem Gegenwind in guten 2:50:51 Stunden. Inzwischen hatte der Wettergott allerdings ein Einsehen und das Regnen hörte auf. Herbert Strigl fühlte sich trotz der anspruchsvollen Radrunde noch gut in den Beinen und ging nun voll motiviert auf den abschließenden Halbmarathon.

Sich seiner guten Laufform bewusst, legte er gleich ein ordentliches Lauftempo vor. Die Laufrunde führt am Fluss Traisen entlang zunächst in das Regierungsviertel und später in die Innenstadt von St. Pölten, wo die Athleten von den Zuschauern frenetisch angefeuert werden. Diese Runde ist zweimal zu absolvieren. Im weiteren Verlauf des Rennens wurde Herbert Strigl klar, dass er das anfangs gewählte hohe Lauftempo konstant durchhalten konnte und dass für ihn nun eine absolute persönliche Traumzeit auf der Halbmarathon-Distanz im Raum stand.

Getragen von der Anfeuerung zahlreicher an der Strecke stehender Zuschauer bog er schließlich in den Zielkanal ein und durchlief den Zielbogen mit einer tollen Laufzeit von 1:37:26 Stunden. Damit konnte er seine bisherige beste Laufzeit auf dieser Strecke um ganze 13 Minuten unterbieten!

Insgesamt bedeutete dies für ihn eine neue persönliche Bestzeit auf der „Half-Ironman“-Distanz von 5:27:05 Stunden und einen hervorragenden 28. Platz von 144 Finishern in der Altersklasse M 50 – 54.

bild st poelten

Herbert Strigl in St. Pölten

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